{"id":289,"date":"2016-02-02T15:15:01","date_gmt":"2016-02-02T14:15:01","guid":{"rendered":"http:\/\/karinthomas.eu\/?p=289"},"modified":"2016-08-19T18:04:12","modified_gmt":"2016-08-19T16:04:12","slug":"2007-bildatlas-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karinthomas.eu\/?p=289","title":{"rendered":"2007 BILDATLAS KUNST"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"font-size: 18pt;\">Meine Zeitreise durch die Kunst im Spiegel \u00f6ffentlicher Resonanz<\/span><\/h3>\n<p>Text als Word-Dokument downloaden:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/karinthomas.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/at-word_zeitreise.doc\" target=\"_blank\">Meine_Zeitreise_durch_die_Kunst.doc<\/a><\/p>\n<h1><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>2007\u00a0BILDATLAS KUNST<\/strong><\/span><\/h1>\n<p>Ein f\u00fcr mich in mehrfacher Hinsicht ungew\u00f6hnliches publizistisches Terrain habe ich 2007 mit dem \u201eBildatlas KUNST\u201c (Ernst Klett Verlag, Stuttgart und Leipzig mit Friedrich Verlag, Velber) betreten. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit den renommierten Kunstp\u00e4dagogen Dr. Fritz Seydel und Professor Dr. Hubert Sowa entstanden. F\u00fcr mich war nicht nur die p\u00e4dagogisch-didaktische Perspektive des \u201eBildatlas KUNST\u201c neu, sondern auch der weite thematische Zeithorizont von der H\u00f6hlenkunst der Eiszeit bis zur Moderne, in den wir mit einer umgekehrten Chronologie eingetreten sind. So beginnt der Bildatlas seine Zeitreise in die Kunstgeschichte in der Gegenwart und dringt von hier aus Schritt f\u00fcr Schritt in die Vergangenheit ein. Die Darstellung, die an neue Konzepte der Bildwissenschaft anschlie\u00dft, folgt einem einheitlichen Strukturkonzept. Ein Kunstwerk wird jeweils auf einer Doppelseite vorgestellt. Der Text ist in drei Rubriken gegliedert: \u201eAuf den ersten Blick\u201c beschreibt wichtige, direkt ins Auge fallende Werkcharakteristika. \u201eAuf den zweiten Blick\u201c liefert Impulse f\u00fcr eine vertiefende Werkanalyse. \u201eNachgesehen\u201c erschlie\u00dft Zusammenh\u00e4nge, stellt Bez\u00fcge zu anderen Kunstwerken her und \u00f6ffnet den Zugang zu ideengeschichtlichen oder politisch-gesellschaftlichen Kontexten. Das gemeinsame Anliegen der drei Autoren war die F\u00f6rderung von Bildkompetenz, damit Sch\u00fcler und an Kunst interessierte Laien das Sehen lernen und verstehen, wie Bilder gemacht werden und was sie bedeuten.<\/p>\n<p>Der \u201eBildatlas KUNST\u201c wurde in der Kategorie Schulb\u00fccher, Lehrb\u00fccher f\u00fcr \u201eDie sch\u00f6nsten deutschen B\u00fccher 2007\u201c ausgew\u00e4hlt und erhielt den von der Stiftung Buchkunst auf der Frankfurter Buchmesse 2008 verliehenen \u201e2. Preis der Stiftung Buchkunst 2007\u201c. Die Begr\u00fcndung der Jury:<\/p>\n<p>\u201eEin wunderbar klares Schulbuch, das durch wohlgeordnete Organisation des Materials \u00fcberzeugt. Angenehm, wieviel Raum die Kunstwerke erhalten und wie aufger\u00e4umt die Doppelseiten die Informationen zweckm\u00e4\u00dfig pr\u00e4sentieren. Erholsam, dass auf Schmuckelemente verzichtet wurde und die Abbildungen atmen d\u00fcrfen. Verdienstvolle konzeptionelle Idee, sehr gutes Leitsystem im Kolumnentitel, sinnvolle Nutzung von Vorsatz, hilfreicher Anhang mit Glossar und verschiedenen Registern komplettieren den \u00fcbersichtlichen Atlas. Mutig, sehr pr\u00e4gnant und konsequent: der reduzierte Umschlag mit Spot-Lackierung. Ein ganz erfreuliches Werk f\u00fcr den Kunstunterricht!\u201c<\/p>\n<p>Kunibert Bering hat in seiner ausf\u00fchrlichen Rezension \u201eEin Bildatlas \u2013 zwischen Kanon und Prozess\u201c ( in der Zeitschrift des Bundes Deutscher Kunsterzieher, den <em>BDK-Mitteilungen<\/em>, H. 3\/2008, S. 29-31) darauf hingewiesen, dass das Atlas-Konzept sich in die Tradition der \u201egro\u00dfen Sammelwerke von Bildern, Texten und Landkarten\u201c einreiht, die bis in das Ende des 16. Jahrhunderts zur\u00fcckreichen und in Aby Warburgs legend\u00e4rem Mnemosyne-Atlaswerk von 1929 kulminieren, das sich dadurch auszeichnet \u201emit der Bilderflut seiner Zeit umzugehen und bedeutungsstiftende Kontexte zu schaffen\u201c. Zum \u201eBildatlas KUNST\u201c f\u00fchrt Bering u. a. aus:<\/p>\n<p>\u201eKunstdidaktisches Handeln steckt oft in einem Dilemma, das \u2013 in den reflexiven Phasen des Unterrichts \u2013 an den Fundamenten zu r\u00fctteln vermag: Eine \u00fcberzeugende Analyse eines Werkes und damit eine plausible Vermittlung ist letztlich nur in Kontexten m\u00f6glich, weil diese Bedeutung zu vermitteln verm\u00f6gen. Es \u00f6ffnet sich jedoch eine h\u00e4ufig kaum zu \u00fcberbr\u00fcckende Kluft zwischen der \u00dcberf\u00fclle der Werke und der Konstruktion der Werk erkl\u00e4renden Zusammenh\u00e4nge, verbunden mit dem Problem der Auswahl. (\u2026)<\/p>\n<p>Diesen Herausforderungen haben sich drei ausgewiesene Autoren gestellt und erfolgreich einen Atlas erarbeitet, der einen gro\u00df dimensionierten Horizont der kulturellen Entwicklung der Menschheit \u00f6ffnet, der Jahrtausende umfasst und vor allem auch den europazentrierten Gesichtskreis aufbricht. (\u2026)<\/p>\n<p>Die gefundene Form des Atlasses mit seinen historischen Vernetzungen, vor allem auch in Form von Zeitleisten, entspricht einem oft vernachl\u00e4ssigten Bed\u00fcrfnis, n\u00e4mlich dem Wunsch nach umfassenden Zusammenh\u00e4ngen, in denen Erkenntnisse \u00fcber einzelne Bilder verortet werden k\u00f6nnen. Ein Gewinn des Atlasses besteht darin, dass Kontexte konstruierbar werden, die dem betrachteten Ph\u00e4nomen erst seine Bedeutung verleihen: Die Doppelseiten lassen bereits einen wichtigen Kontext erkennen, der sich \u00fcber weitere Kombinationen erg\u00e4nzen l\u00e4sst, z. B. durch die Verweise auf der Leiste am unteren Seitenrand, durch die weitere Kontexte aufgebaut werden k\u00f6nnen. (\u2026)<\/p>\n<p>Als weitere Methode der Erschlie\u00dfung des reichen Materials, in der sich auch ein didaktisches Prinzip erkennen l\u00e4sst, zeichnet sich in der geradezu \u201aarch\u00e4ologischen\u2019 Vorgehensweise ab, die die Schichten der historischen Entwicklung der Kunst sukzessive freilegt. Zugleich werden aber an den Stellen, an denen es sich anbietet und notwendig erscheint, Verkn\u00fcpfungen \u00fcber die Zeithorizonte hinweg erstellt. So l\u00e4sst sich beispielsweise die Bronzefigur des Tanzenden Gottes Shiva aus dem fr\u00fchen 11. Jahrhundert mit den beigef\u00fcgten Texten in mehreren Schritten als Visualisierung eines kosmischen Prinzips im Kontext der buddhistischen Lehre erl\u00e4utern und dar\u00fcber hinaus mit Hilfe der Angaben der unteren Randleiste mit weiteren Weltbildern und kosmologischen Vorstellungen in Beziehung setzen. Hier finden sich nicht nur Ankn\u00fcpfungspunkte zum f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Lernen, sondern auch wichtige Schritte zur \u00dcberwindung einer in den g\u00e4ngigen Lehrb\u00fcchern gerade auch in der Kunstp\u00e4dagogik vorherrschenden europazentrierten Sicht. Die gelungene Pr\u00e4sentation von prominenten, im selben Zeitraum entstandenen Werken aus dem Hellenismus, aus der Kultur der Olmeken, der nigerianischen Nok-Kultur und der chinesischen Han-Dynastie in einem zeitlichen Querschnitt auf f\u00fcnf aufeinanderfolgenden Doppelseiten unterstreicht diese Intention des Atlasses eindr\u00fccklich.<\/p>\n<p>Wie umfassend das Autorenteam recherchiert hat, zeigt insbesondere die Aufnahme selbst neuester Funde und Publikationen in den Atlas wie z. B. die 1999 gefundene Himmelsscheibe von Nebra oder die erst 2007 ans Licht gekommene Mammutstatuette aus der Vogelherd-H\u00f6hle der Schw\u00e4bischen Alb, eines der fr\u00fchesten, heute bekannten Kunstwerke der Menschheit. (\u2026)<\/p>\n<p>Da sich das gegenw\u00e4rtige Bildungssystem trotz einer vehement gestiegenen Bedeutung des Bildes in einer globalisierten Welt immer noch auf sprachlich-begriffliches Lernen konzentriert, so muss dem Umgang mit Bildern der Rang von Bildungsstandards zugemessen werden. Dem Fach Kunst f\u00e4llt dann die Rolle der Vermittlung derartiger Kompetenzen im Umgang mit Bildern zu \u2013 der vorgelegte Bildatlas kann viel zum Erreichen derartiger Kompetenzen beitragen. (\u2026) Hervorragende Abbildungen und ein umfassendes Register sowie ein gut formuliertes Glossar zeichnen das Werk aus.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Zeitreise durch die Kunst im Spiegel \u00f6ffentlicher Resonanz Text als Word-Dokument downloaden: Meine_Zeitreise_durch_die_Kunst.doc 2007\u00a0BILDATLAS KUNST Ein f\u00fcr mich in mehrfacher Hinsicht ungew\u00f6hnliches publizistisches Terrain habe ich 2007 mit dem \u201eBildatlas KUNST\u201c (Ernst Klett Verlag, Stuttgart und Leipzig mit Friedrich &hellip; <a href=\"https:\/\/karinthomas.eu\/?p=289\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/289"}],"collection":[{"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=289"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":485,"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/289\/revisions\/485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/karinthomas.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}